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Liste der Abhandlungen und Vorträge

Heike THOL- SCHMITZ

Researcher/ Autorın*

 

heike thol-schmitz

Sie wurde 1962 als Deutsche in Köln  geboren. Ihr jüngerer Bruder wurde Fotograf. In ihrer Kindheit hatte ihre Familie viele  Haustiere. Schon damals unternahm die ganze Familie Spaziergänge in der Natur, so dass ihre Sensibilität für die Umwelt sich bereits früh entwickelte.
Nach dem Gymnasiumsabschluss 1981 schrieb sie sich an der Universität ein, um Lehrerin für Behinderte zu werden. Vorher unternahm sie noch eine längere Reise auf die griechische Insel Kreta. Diese erste Mittelmeerreise dauerte 10 Monate. Sie lernte dort ihren heutigen Mann Thomas SCHMITZ  kennen und entschied sich gegen den geplanten Besuch der Universität.

Als ihr Mann sich dann entschied, sein Geschäft zu verkaufen, kehrten beide ein Jahr später mit einem Caravan ans Mittelmeer zurück. Nach einigen  Jahren, in denen sie auf Kreta lebten, bereisten sie ganz Griechenland einschließlich der Inseln. Zu dieser Zeit begann sie ihre ersten eigenen Untersuchungen. Als sie dann im Herbst 1985 das erste Mal in die Türkei reisten, versetzte beide die türkische Gastfreundschaft sowie die reiche Natur in Begeisterung und sie entdeckten bei ihrem nächsten Besuch in der Türkei 1986 Akyaka. Als sie vom Sakartepe-Pass das erste Mal Gökova sah, verliebte Heike sich und meinte "hier möchte ich wohnen". Von diesem Zeitpunkt an bis 1990 verbrachten beide jeden Winter in ihren Caravan im Wald von Gökova, bis sie durch einen Freund Gelegenheit fanden in ihrem heutigen kleinen Haus am Fluss ihr Leben zu beginnen (übrigens das kleinste Haus, was Nail Çakırhan je entworfen hat).

Erst durch das Leben inmitten der Natur am Flusslauf, mitten im Gökova-Tal, wurde Heike die hiesige Vielzahl der in Europa bereits ausgestorbenen Arten bewusst und sie begann mit der Feststellung und Beobachtung dieser bedrohten Arten. 1992 schrieb sie sich als Mitglied der Akyaka Sevenler Derneği (Verein der Freunde Akyakas) ein und berichtete in der Vereinszeitung über ihre Beobachtungen am Fluss.

Im Winter des Jahres 1993/94, auf Initiative von Prof. Dr. Doğan KANTARCI, verfasste sie dann ihre erste größere Abhandlung über "die in Gökova ständig oder vorübergehend lebenden Tiere", die mit als Grundlage für den Report betreffend das Gökova-Kraftwerk vor dem Aydin Verwaltungsgericht verwendet wurde. Außerdem begann sie mit den Beobachtungen der im Kadın-Flusslauf lebenden Fischotter. Von 1994 an bis heute nahm sie an vielen Seminaren und Veranstaltungen teil, hielt selbst Vorträge, von denen einige gedruckt wurden. Verschiedene Universitäten baten Heike zu Konferenzen, so dass sie zum Thema Umwelt den Ruf eines Experten bekam. Obwohl sie keine Hochschule besuchte, sondern nur autodidaktisch arbeitete, erarbeitete sich Heike THOL-SCHMİTZ durch ihre Fachkenntnisse der Natur von Gökova für die Türkei in den entsprechenden Kreisen einen Namen.

1995 wurde sie das erste Mal zur Vorsitzenden des Vereins der Freunde Akyakas gewählt und erfüllt bis heute diese Aufgabe unter vollem Einsatz, wobei sie auf die Unterstützung ihres Mannes Thomas in verschiedenen Bereichen zählen kann. Das von Nail Çakırhan und seiner Frau Halet Çambel errichtete ÇAKIRHAN-ÇAMBEL-Kultur- und Kunsthaus wurde zur Verwaltung an den Verein gegeben, so dass über den gesamten Sommer unterschiedliche Ausstellungen gezeigt werden können. Außerdem nimmt sie regelmäßig an Fortbildungsmaßnahmen der DHKD (Türkiye Doğal Hayatı Koruma Derneği) (Verein zum Schutz der türkischen Natur) teil, nimmt einen Platz im Ula İlçe Eğitim Danışma Kurulun (Ula - Kreis Schulrat) ein und ist im Batı Akdeniz Çevre Platformu Sekreteryası (Sekretariat der Umwelt - Plattform westliches Mittelmeer). Sie gründete einen neuen Zweig des Vereins mit dem Namen "Gök-Kuş-Ağı" der Schulungen für die Vogelgruppe des Regierungsbezirkes Muğla gibt.

Heike, die zu jeder Zeit der Umweltarbeit größte Aufmerksamkeit gibt und weiterhin Untersuchungen vorantreibt, sagt von sich selbst, dass sie in ihrer neuen Heimat sehr zufrieden ist. Der 4. September 2000 war für sie ein wichtiger Wendepunkt, da sie an diesem Datum die Hälfte ihres bisherigen Lebens am Mittelmeer verbrachte. Heike sagt von sich selbst, dass sie aktiv und produktiv am türkischen Umweltschutz teilhaben möchte.